Erfolgsmessung bei Facebook

Thursday, June 3rd, 2010

Wenn Unternehmen Geld in Marketingaktionen investieren, stellt sich natürlich immer auch die Frage nach dem jeweiligen Return on Investment. Kampagnen wollen und sollten bezüglich ihres Erfolges ausgewertet und bewertet werden, um das Budget so effizient wie möglich einzusetzen. Das Internet bietet aufgrund der genauen Messbarkeit einen enormen Vorteil gegenüber anderen Medien. Jedoch sind die Währungen hier unterschiedlich bzw. vielschichtiger. Für die Erfolgsmessung eines TV-Spots können die Einschaltquoten herangezogen werden, bei einer Anzeige die verbreitete Auflage. Im Internet hingegen kann nicht nur genau angegeben werden, wie oft ein Werbemittel angezeigt wurde, sondern auch, wie oft darauf geklickt wurde und was die User anschließend auf der Zielseite getan haben.

Doch im Social Web zählen wiederum andere Faktoren, da es hier um mehr geht als um kurzfristige Klicks bzw. Leads. Die Fanpage mit den meisten Fans muss nicht unbedingt auch die erfolgreichste sein. Im Social Web zählt Qualität statt Quantität: Für eine Marke mit durchschnittlichen vielen, aber sehr aktiven Fans, hat sich das Investment auf lange Sicht wahrscheinlich mehr gelohnt als für ein Unternehmen mit Unmengen an “Fans”, die sich aber anschließend nicht mehr mit der Seite geschäftigen oder deren Updates ggf. sogar in ihrem Newsfeed ausblenden.

Folgende Messkriterien können für die Bewertung von Social Media Aktivitäten wie bei Facebook herangezogen werden:

Anhand speziell definierter Social Media KPIs lassen sich diese Parameter konkret messen und Ziele definieren.

Leiden Sie an Status-Symptomen?

Tuesday, April 6th, 2010

Sie fahren ein dickes Auto? Haben richtig Kohle für den Wagen hingeblättert? Lassen Sie den Kopf nicht hängen. Ihnen ist trotz allem sicherlich noch irgendwie zu helfen!

Die neue Markenkampagne von Dacia nimmt allgemeines Statusdenken und das Auto als Statussymbol mächtig auf die Schippe. Gerade wenn in der Krise das Geld nicht mehr so locker sitzt, überdenken viele Deutsche ihre Konsumgewohnheiten. Und vielleicht muss es dann nicht unbedingt der dicke Mercedes oder Porsche sein, der vor der Tür steht und die Nachbarn beeindruckt. Nicht Geiz ist geil, aber clever ausgeben ist cool!

Nach zwei unaufgelösten TV-Spots folgt ab dieser Woche die Auflösung des Absenders im Rahmen des dritten Clips. Mit dieser Kampagne hat Etathalter Nordpol aus Hamburg mal wieder voll ins Schwarze getroffen. Nordpol hat bereits mit aufmerksamkeitsstarken und außergewöhnlichen Kampagnen u.a. für Renault (“Crashtest”) und Hansaplast (“Die kältesten Füße der Welt”) für Aufsehen gesorgt. Und die ersten Reaktionen auf die Dacia-Kampagne machen wieder einmal deutlich, dass eine großartige Idee, die mit verhältnismäßig einfachen Mitteln umgesetzt wurde, mehr Impact verursachen kann als Unsummen an Budget, die mit konzeptionell nicht ausgereiften Lösungen verpulvert wurden…

Hauptberuflich Werbetafel

Friday, January 15th, 2010

Mit seinem Konzept “I wear your shirt” erregte Jason Saddler aus Jacksonville, Florida, im letzten Jahr großes Aufsehen. Sein Angebot für Unternehmen lautete, einen Tag lang für sie Werbung zu machen, indem er ein T-Shirt für sie tragen würde. Die Preisgestaltung war denkbar einfach und erschwinglich für die Werbetreibenden: Die Belegung von Tag 1 des Jahres kostete nur 1 Dollar, Tag 2 kostete 2 Dollar usw. bis 365 Dollar am letzten Tag des Jahres. Zur Dokumentation der Werbeplatzierung erhielten die Werbetreibenden Fotos und Videos. Darüber hinaus dokumentiert Jason seine Tätigkeiten auf Facebook, Twitter und Flickr.

Das Geschäftsmodell wurde von den Unternehmen derart positiv aufgenommen, dass Jason mittlerweile hauptberuflich T-Shirts trägt. 2009 hat er damit dank voller Buchungslage knapp 70.000 Dollar verdient! Zum Jahr 2010 hat “I wear your shirt” expandiert. Neben Jacksonville läuft (im wahrsten Sinne) die Werbung nun gleichzeitig auch in Los Angeles, d.h. 2 Männer, doppelte Werbepräsenz, doppelte Dokumentation, etc. Eine außergewöhnliche Idee mit durchschlagendem Erfolg!

Werbemarkt: Gute Aussichten für 2010

Monday, December 28th, 2009

Nachdem der Werbemarkt in diesem Jahr aufgrund der Krise um rund 10% eingebrochen ist, rechnet die Mediaagenturgruppe ZenithOptimedia 2010 mit einer leichten Erholung. Zwar wird für Deutschland weiterhin ein Minus der Werbeausgaben von 1,5% erwartet; nach dem starken Rückgang des vergangenen Jahres ist dies allerdings ein positives Zeichen. Weltweit gesehen rechnet ZenithOptimedia sogar mit einem Anstieg der Ausgaben von fast 1%, sollte die Konjunktur sich weiter festigen. Ab 2011 soll die Krise dann endgültig überwunden sein.

Yahoo führt personalisierte Werbung ein

Wednesday, December 16th, 2009

Mit dem Ad Interest Manager bietet Yahoo seinen Usern ab sofort die Möglichkeit, sich auf ihr Surf- und Suchverhalten angepasste Bannerwerbung anzeigen zu lassen oder diese Funktion zu deaktivieren. Die Personalisierung geschieht hierbei durch Auswertung der besuchten Seiten, der dort gesehenen bzw. angeklickten Werbemittel sowie der Sucheingaben bei Yahoo. Der User kann die auf dieser Basis für ihn erstellten Interessensgebiete im Ad Interest Manager einsehen, löschen und ggf. ergänzen.

Übsche Idee mit kleine Fehler

Thursday, December 10th, 2009

Mit einer charmanten Partnerschaftsanzeige macht der Automobil-vermieter Sixt derzeit von sich reden:

Eine junge Französin sucht dabei den Mann ihrer Träume, der mit ihr in einem günstigen Citroën von Sixt durch Deutschland tourt. Schade nur, dass Sixt keine Citroëns im Angebot hat…

Bacardi lässt User für sich werben

Wednesday, December 2nd, 2009

In seinem Kreativwettbewerb “Bacardi Ten4” lässt der Spirituosenhersteller User auf YouTube gegeneinander antreten. Aufgabe ist es, ein beliebiges Video zu drehen, dies bei YouTube einzustellen und die höchste Zahl an Views unter allen Einreichungen zu erzielen. Einzige Vorgaben sind jeweils ein mindestens zehnköpfiges Team und die Erwähnung des Wettbewerbsnamens in dem Video. Darüber hinaus sind den Teilnehmern keine Grenzen gesetzt, so dass sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen können.

Das Gewinnerteam kann sich auf einem exklusiven Party-Segeltrip durch die Karibik von den Anstrengungen des Videodrehs erholen. Verlockende Aussichten also. Bleibt abzuwarten, wie die Resonanz der Zielgruppe angesichts des wenig konkreten Auftrags ausfällt.

So macht Börse Spaß

Thursday, November 26th, 2009

Egal ob Bären oder Bullen: Mit Puma macht die Börse Spaß – auch oder gerade wenn die Kurse fallen. Denn auf der neuen Microsite tritt passend zum Verlauf von DAX, Dow Jones und ASX wahlweise ein fesches Männlein oder Weiblein mehr oder weniger bekleidet auf die Bühne.

Noch nie hat man Kursverluste so gut verschmerzen können…

Bauknecht positioniert Waschmaschine als Kino-Inhalt

Monday, November 23rd, 2009

Im Dezember kommen traditionell viele romantische Filme mit Starbesetzung in die Kinos. Doch diese romantische Komödie hat eine außergewöhnliche Besetzung, denn neben Catherine Zeta-Jones taucht eine Bauknecht-Waschmaschine in dem Film auf und spielt in sämtlichen Kommunikationsmaßnahmen sogar die Hauptrolle.

In Zeiten, in denen es immer schwerer wird, die Zielgruppe mit “normaler” Werbung zu erreichen, eine schlaue Maßnahme. Denn die Kunden sind anspruchsvoller geworden; sie wollen clever unterhalten und nicht länger offensiv und platt mit verkaufsfördernden Maßnahmen bombardiert werden.

Produktwerbung par Excellence

Friday, November 20th, 2009

Die Werbeindustrie hat es wahrhaftig nicht immer leicht. Da gibt es Produkte, für die man gerne Werbung macht, weil man sich mit ihnen identifizieren kann und weil sie einen echten Mehrwert für die Kunden bieten. Doch nur zu häufig sieht man leider auch Kreationen, die lieblos umgesetzt wurden (oder zumindest so den Anschein haben) und bei denen man sich nach der Werbung fragt, warum um Himmels Willen jemand dieses Produkt kaufen sollte.

Eine einfache Erklärung gibt es hierfür sicher nicht. Ob mangelndes Interesse oder Kreativität der Agentur, zu geringe Budgets, zu knappe Timings, fehlende(r) Mitarbeit/Mut seitens des Kunden, oder, oder, oder … die Diskussion würde heißt hergehen und wahrscheinlich zu keiner Lösung führen, weil wahrscheinlich irgendwie an allem etwas dran sein wird.
Ab und an trifft man allerdings auf wahre Meisterstücke in der Werbung, bei denen das Engagement, die Lust und Leidenschaft auf allen Seiten sichtbar wird. Mit der Promotion Site www.eisfuss.de für die Fußcreme “Warm & Care” haben Hansaplast und Nordpol genau das erreicht, denn mit Humor und Liebenswürdigkeit bringen sie ein Ensemble kalter Füße auf die Bühne, das im Stil der Comedian Harmonists auftritt und “Ich bin der kleine Eisfuß” trällert. Das Lied kann durch Eingabe eines Namens personalisiert und an Freunde versendet werden. Neben einem wahrscheinlich nicht unerheblichen Budget hat man sich hier eindeutig Gedanken über die Bedürfnisse (und Leiden) der Zielgruppe gemacht und das Produkt perfekt in Szene gesetzt. Obwohl es mit Sicherheit schönere und leichter zu bewerbende Produkte als eine Fußcreme gibt, übertrifft das Ergebnis bei weitem das, was man ansonsten bei weitaus dankbaren Produkten oft zu sehen kriegt.