“Schade, dass es noch kein Geruchsfernsehen gibt.” Diesen Satz hat man schon oft gehört. Nun ist das Internet dem Fernsehen zuvor gekommen: In Brasilien hat TBWA für den Kosmetikhersteller Natura ein super Kreativkonzept entwickelt und umgesetzt.
In Kooperation mit verschiedenen Internet-Cafés wurden die dort aufgestellten Computer präpariert, so dass mit Hilfe eines Plug-ins ein echt wirkender Banner auf die Startseite projiziert wurde. Eine auf der Rückseite der Rechner angebrachte Hardware schob dann für den verdutzten User bei Klick auf den “Banner” jeweils ein Duftkärtchen heraus.
Während normalerweise eine Klickrate von 1% schon die Herzen der Werbetreibenden höher schlagen lässt, kann der Duft-Banner einen astronomischen Wert von 17% vorweisen! Nicht zu vergessen den viralen Effekt. Kompliment an die brasilianischen Werbe-Kollegen.
Es muss nicht immer ein ausgefallenes Format oder unbedingt ein Wallpaper sein, wenn man eine erfolgreiche Online Mediakampagne führen will. Eine aktuelle Studie von Eyeblaster zeigt, dass die Umsetzung eines Banners viel mehr zu seiner Effektivität beitragen kann als das Format. Demnach können interessant gemachte Werbemittel, die mit Flash- oder Videoeinsatz arbeiten, unabhängig vom Format die Effizienz um 70% steigern! Nur wenn ein Banner sonst nicht viel zu bieten hat, dann sollte er wenigstens durch Größe glänzen.
Wie eine Studie des At Internet Institute ergeben hat, sind 52% aller Websitebesuche in Großbritannien auf Sponsored Links zurück-zuführen. Spanien nimmt mit 45% Platz 2 vor Deutschland mit 40% ein. Frankreich liegt abgeschlagen mit 29% auf dem letzten Platz der vier untersuchten Länder.
Während die Briten und Spanier sehr empfänglich für Online Marketing zu sein scheinen, nehmen die Franzosen die Sache gerne selbst in die Hand und recherchieren in Suchmaschinen gezielt nach für sie relevanten Seiten. In Deutschland hingegen erfolgen die meisten Websitebesuche durch Direktaufrufe. (Gefunden bei ECIN)
Die Studie lässt allerdings offen, ob Kampagnen in Großbritannien und Spanien tatsächlich erfolgreicher oder einfach nur weiter verbreitet sind als in Deutschland und in Frankreich. Somit könnten die Zahlen auch auf einen erhöhten Werbedruck in den jeweiligen Ländern zurückzuführen sein.